Gelassen durch die Vorweihnachtszeit – Der ultimative Tipp N° 2: Geschenke

„Ein Klavier, ein Klavier! Mutter wir danken Dir.“, schallte es bei Loriot durch’s Wohnzimmer. So gut kommt nicht jedes Geschenk an. Jeder Deutsche gibt im Schnitt 453 Euro für Weihnachtsgeschenke aus. Die Suche nach „Weihnachtsgeschenke umtauschen“ liefert mehr als 260.000 Treffer. Auch wenn man sich vorher den Kopf zerbrochen hat: oft gefällt es dann doch nicht. Und wenn man dann noch dazu nimmt, wieviel Zeit in die Was-schenke-ich-nur-Überlegung und anschließende Besorgungen geht…

Wie findet man nun das richtige Geschenk? Eines, das Freude macht und nicht im Regal verstaubt.

Was wünschen sich denn die Deutschen so zu Weihnachten?
„Wenn die Deutschen zu Heiligabend einen großen Wunsch in Erfüllung gehen lassen dürften, dann hätten ideelle Dinge einen weitaus höheren Stellenwert als materielle. Nur 23 Prozent haben materielle Wünsche – Geschenkte Zeit würden die Deutschen am liebsten mit Freunden, Familie und Reisen verbringen.“ laut einer Forsa-Umfrage.

Geschenke Zeit – hört sich wie ein Zauber aus dem Reich der Phantasie an. Ach wie schön wäre doch … Wenn man mal genauer darüber nachdenkt ist der Tipp gar nicht so schlecht. Ehrlich gesagt: er ist ziemlich gut. Kein Rumrennen durch überfüllte Geschäfte, keine unpersönlichen Gutscheine oder Kuverts unter dem Christbaum.

Was könnten solche Zeit-Geschenke sein?
Irgendwie verbringen wir meistens zu wenig Zeit mit den Menschen, die wir gerne haben. Der Alltag zollt einfach seinen Tribut. Eine gute Gelegenheit das Schöne mit dem Nützlichen verbinden.

Gemeinsame  Zeit verschenken

Endlich mal ein Geschenk, von dem man auch selbst etwas hat: Gemeinsame Zeit. Ganz egal ob eine Shopping-Tour, ein Kochabend, ein Ausflug, in einem schönen Örtchen spazieren gehen – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Erlaubt ist was beiden „Parteien“ Spaß macht. Und bitte: keine spektakulären Events. Die kosten zwar einen Haufen Geld aber gemeinsame Gespräche brauchen das meist nicht.

Im Sommer waren wir auf einer Hochzeit. Und das Paar bekam für jeden Monat gemeinsame Zeit mit einem Hochzeitsgast geschenkt (ob Letzterer unbedingt wollte oder nicht ;-). Da fällt mir ein: Der Schneemann im Januar braucht noch einen Termin…

Erinnerungen an schöne Zeiten verschenken

Auch eine schöne Möglichkeit Zeit zu verschenken: in Erinnerungen schwelgen. Ganz egal ob mit einem Fotobuch, einer Tasse, einem Kissen oder einem der vielen anderen Alternativen: Fotos lassen uns immer wieder an die schönen Momente denken. Das holt die Freude in den Alltag und gibt uns die dringend benötigte Dosis positiver Gefühle. Und die streicheln unsere Seele und tun sogar unserem Körper gut.

Wer jetzt schon in Stress gerät ob des aufwändig gestalteten Fotobuches: es geht nicht darum einen Design-Preis zu gewissen. Das Einfache reicht. Schon einzelne Bilder lassen die Erinnerungen aufleben.

Lesezeit, eine besondere Zeit

Als Bücherwurm kann dieser Tipp natürlich nicht fehlen: Ein Buch. Klingt ein bißchen angestaubt – ist aber immer noch einer der besten Wege, um aus dem Alltag abzutauchen und Zeit in einer anderen Welt zu verbringen. Das gibt Distanz zum täglichen Wahnsinn, erweitert den Horizont und lesen verlängert das Leben – echt (schau mal hier). Ich finde ja auch, so ein richtiges Papierbuch einfach schön: die Haptik, das Umblättern, der Geruch. Und einpacken kann man es auch besser.

Bitte: keine erzieherischen Geschenke

Egal ob gemeinsame Zeit oder Lesezeit: bitte keine erzieherischen Geschenke nach dem Motto „Du solltest mehr Sport machen, deshalb gehen wir zusammen in Fitnessstudio“ oder „Du wolltest doch abnehmen, ich schenke Dir einen Diät-Kochabend“. Zugegebenermaßen etwas plumpe Beispiele. Aber klar, oder?

Spezialfall: Geschenke für die lieben Kleinen

Wer Kinder hat, für den ist Weihnachten wieder etwas ganz Besonderes. Das dem-Heiligen-Abend-Entgegenfiebern, das mysteriöse Christkind und das Geschenke-Auspacken sowieso.

Nur: die Kinderzimmer sind noch voller Geschenke von den letzten Geburtstagen und Weihnachten. Wohin mit all dem Kram? Die Geschenke selbst werden oft nur aufgerissen, eines nach dem anderen, und alles landet auf einem großen Haufen. Gerade die kleineren Kinder sind ob der Fülle oft überfordert. Was also tun?

Bei uns werden natürlich auch ellenlange Wunschzettel geschrieben. Besonders lange sind sie dann, wenn die Kinder einen Spielzeugkatalog in die Hände bekommen. Solange das noch geht: möglichst keine Werbung, keine Kataloge etc. in der Vorweihnachtszeit. Da locken einfach zu viele Versuchungen und das wirklich Interessante geht unter.

Seit ein paar Jahren bekommen bei uns die 3 Herzenswünsche auf dem Wunschzettel ein Sternchen. So wissen alle (auch das Kind), was wirklich wichtig ist.

Zeit schenken ist übrigens auch ein grandioser Tipp für Kinder: Bei uns schenken schon seit Jahren Oma und Opa einen gemeinsamen Besuch im Zirkus. Da haben alle was davon (auch die Eltern mit dem freien Nachmittag 🙂 ). Vielleicht ist es sogar das, was sich die Kinder in Wirklichkeit am meisten wünschen. Wer’s nicht so recht glaubt, dem sei dieses bewegende Video ans Herz gelegt (und allen anderen auch):

„The Other Christmas Letter“ von IKEA Spanien

Und doch: ohne „richtige“ Geschenke wäre es für Kinder kein schöner Heiliger Abend. Ich finde diesen Tipp sehr hilfreich:

„Something they want, something they need and something to read“

Natürlich für alle Geschenke zusammen.    Das entspannt vielleicht auch etwas die Geschwister-Rivalität. Es soll ja Kinder geben, die penibel genau beobachten, was das Geschwisterkind an Geschenken bekommt. Und dann enttäuscht ist, weil wahlweise die Anzahl, der Wert, die Größe oder was auch immer bei ihm schlechter ausgefallen ist.

Dass es Sinn macht, die Geschenkeflut einzudämmen, steht diesem Artikel nach außer Frage:

Fatale Wunschspirale: Das passiert mit der Psyche von Kindern, die ständig Geschenke bekommen. 

Allerdings muß ich zugeben: ich lasse mich dann doch meist zu mehr alsgeplant hinreißen. Andererseits wird bei uns schon in den Monaten vor Weihnachten gesammelt, was sie gerne hätten. Und die Wünsche dann für später notiert. So kristallisieren sich auch jene Wünsche raus, die wirklich Bestand haben. Dieses Jahr sind wir nah dran an der 3-Geschenke-Regelung – auch weil die Wünsche schön langsam kostspieliger werden. Bei unseren Geschenken gibt es immer ein Buch (also mindestens) und eine Überraschung. Soviel muß drin sein.

Ach, noch was: Wir räumen jedes Jahr rechtzeitig vor Weihnachten die Kinderzimmer gründlich aus – ja: aus, nicht nur auf. Mit was nicht mehr gespielt wird, weil sie schon zu alt sind, kaputt ist oder warum auch immer, kommt in eine große Kiste. Manchmal sind es auch zwei. Und dann sortieren wir: Was wird weggeworfen? Was verkauft? Und was verschenkt oder gespendet? Dabei machen wir jemand anderem eine Freude und es paßt so schön zur Weihnachtszeit. Denn nicht nur Geschenke bekommen will gelernt sein.

Egal was drin ist: Eine liebevolle Verpackung gibt jedem Geschenk ein schönes Kleid für den festlichen Anlass. Mit Single Bells und Glühwein ist dieser Abend, an dem ich alle Geschenke festlich verpacke, für mich der ultimative Endspurt für Weihnachten.

#ZufriedenerLeben   #GelassendurchdieVorweihnachtszeit   #ZeitVerschenken   #DieLiebenKleinen

 

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