Ein bißchen Schönheit muss sein

Die Pfingstferien sind vorbei. Kaum zurück bleibt mein Blick an den grandiosen Pfingstrosen im Garten hängen: was für ein Glück, dass sie noch blühen. Als wir in den Urlaub starteten waren die Knospen gerade vorm Aufblühen.

Ich liebe Pfingstrosen. Vor allem weiße, die duften. Erst hatte ich eine Vase mit einem Stück Naturschönheit auf dem Esstisch stehen. Auf dem Weg Montag Morgen in mein Büro der Gedanke: wo verbringst Du eigentlich mehr Zeit? Natürlich, am Schreibtisch. Und so wurde das gute Stück die Treppe runter getragen und fand ihren Platz auf dem gerade frisch aufgeräumten Schreibtisch. Alleine für diesen Anblick hatte sich die Stunde Aufräum-Arbeit gelohnt.

Ich muß zugeben, ich genieße es von ein bißchen Schönheit umgeben zu sein. Eines meiner ersten Projekte, als ich meinen Angestellten-Job verlassen hatte, war mein neues Büro. Wo wußte ich schon. Ein heller Raum im Keller wartete geradezu drauf von mir aus dem Dornröschenschlaf geweckt zu werden. Ich machte mich an die Arbeit: Welche Möbel brauche ich? Wie möchte ich sie stellen? Welche Farben möchte ich? Dieses Büro sollte meine Handschrift tragen. Nicht wegen der Außenwirkung (also nicht primär). Sondern weil ich mich darin wohlfühlen muss um gut arbeiten zu können. Das dauert dann vielleicht ein bißchen länger, es es lohnt sich.

Zurück zur Pfingstrose… Glaub es oder nicht: ich habe diese Woche in der Tat seit langem mal wieder gefühlt sehr fokussiert, konzentriert und effektiv gearbeitet. Und richtig gerne – obwohl meine Gedanken am Sonntag Abend „der Urlaub war schön – ich brauche noch mehr davon“ schrieen. Und da hat die blühende Pracht auch ihren Anteil daran. Sie strahlt mich an wenn ich die Türe öffne und beim Arbeiten steigt mit ihr Duft ganz leicht in die Nase. Schweift mein Blick mal ab, dann fällt er auf eine große Portion Schönheit, die mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Dann geht das To Do gleich leichter von der Hand. Manchmal glaube ich es selbst kaum, welche Wirkung kleine Dinge haben können.

Vielleicht weiß ich das auch deshalb zu schätzen, weil es Phasen in meinem Berufsleben gab, das war das ganz und gar nicht der Fall. Manchmal waren die Teamräume jene, in denen sonst keiner sitzen wollte. Noch dazu zu klein für die Menge an Teammitgliedern. Und an das Büro meines ersten Job’s erinnere ich mich noch wie heute: dunkelbrauner Teppich, mittelbraune Eiche-Nachbildung Schreibtische und Schränke ergänzt durch braune Vorhänge und beige Stores. Als wir die neuen Drehstühle in einer anderen Farbe bestellt hatten kamen trotzdem braune: die Einkauf hatte die Farbe geändert, weil das doch besser ins Gesamtbild passen würde. Grrr… Glücklicherweise waren die Menschen im Büro bunt genug, um den Arbeitsalltag ohne Depressionen zu überstehen.

Wenn ich daran denke weiß ich gleich noch viel mehr zu schätzen, in welchem Urfeld ich mich heute tummle. Und die frische Blume(n) auf dem Schreibtisch werde ich mir jetzt wohl öfter gönnen.

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