Gelassen durch die Vorweihnachtszeit – Der ultimative Tipp N° 3: To Do or Not To Do?

Kurz vor dem Fest scheinen die To Do-Listen endlos: Was brauchen wir zu Essen? Welche Geschenke fehlen noch? Die letzten Karten sollen auch noch raus… Meist ist es dann mit der Besinnlichkeit nicht mehr weit her und vor lauter Abhaken und Erledigen stolpert man regelrecht durch die Tage, bis die Läden schließen und man erschöpft unter dem Christbaum sitzt. In manchen Jahren war ich am Heilig Abend so geschafft, dass ich schon um 21 Uhr im Bett lag, um meine aufkeimende Erkältung auszuschlafen und fit für die kommenden Feiertage zu sein. Schon letztes Jahr war es anderes.

Zum Glück müssen wir an Weihnachten weniger als wir so denken. Es ist durchaus erlaubt das zu tun, was wirklich wichtig ist.

Gerade an Weihnachten sind die Erwartungen hoch – viel zu hoch. Es soll das perfekte harmonische Fest werden. Entweder ganz nach alter Tradition oder mit  modernem Touch. Oft nach dem Motto: Viel hilft viel. Ganz egal pb Dekoration, Geschenke oder Plätzchen. Die Wohnung muß blitzblank sein. Die Kleidung besonders ausgesucht, der Baum ohne Makel. Außerdem will man es ja allen Beteiligten recht machen. Schließlich soll sich jeder uneingeschränkt wohl fühlen.

Hört sich irgendwie unrealistisch an? Ist es auch.
Weil alles zusammen nicht möglich ist geht es um das, was einem selbst und den Menschen, die einem wichtig sind, am Herzen liegt.

Was ist Dir eigentlich Weihnachten wichtig? Und was nicht?

Das haben wir letztes Jahr vorher gemeinsam besprochen. Jeder schreibt auf:
3 Punkte, was für mich zu Weihnachten dazugehört
3 Punkte, auf was ich an Weihnachten verzichten kann
Dann wird vorgelesen und gemeinsam überlegt wie die Feiertage aussehen sollen.

Und das Ergebnis kann durchaus überraschend sein. Positiv überraschend. Für mich war unser Heilig Abend viel entspannter als sonst. Und an den beiden Feiertagen werden wir sowieso verwöhnt.

Was macht Weihnachten zu einem frohen Fest?

Es geht ja nicht nur mir und vielleicht auch Dir so: besinnlich soll das Fest sein – aber nicht alles, was wir rund um das Fest der Liebe tun, trägt dazu bei. Sagt auch eine Studie aus dem Jahr 2002: What Makes For a Merry Christmas? von T. Kasser, K. Sheldon.
Die Wissenschaftler untersuchten wie Erlebnisse, Konsumverhalten und der Umgang mit Geld unsere Zufriedenheit, Stressempfinden und Stimmung beeinflussen.

Nicht wirklich überraschend tragen die materialistischen Aspekte der Feiertage wenig zu unserer Freude bei – oder gehen mit geringerer Zufriedenheit und mehr Stress einher. Auch wenn’s der Wirtschaft gut tut: für unser Lebensglück braucht es keine großen Geschenke.

Das Zusammensein mit der Familie – bzw. nahestehenden Menschen – und religiöse Aktivitäten fördern dagegen die Zufriedenheit. Auch nicht ganz überraschend. Menschen sind soziale Wesen. Wir alle brauchen den vertrauensvollen Kontakt mit anderen Menschen um gut zu leben. Dass Religion an Weihnachten eine Rolle spielt, liegt auch nahe. Selbst wenn die Religion oder der Glaube an sich zunehmend an Bedeutung verliert: das Bewusstsein, Teil von etwas Größerem zu sein oder zu etwas Größerem beizutragen, läßt sich auch anders herstellen. Nicht zuletzt deshalb füllen sich die Spendentöpfe vor Weihnachten wie sonst nie im Jahr.

An den Weihnachtstagen klappt das sonst meist hektische Leben zumindest für 60 Stunden die Gehsteige hoch. Eine gute Zeit für Fragen wie „Was kann ich beitragen, um die Welt ein Stückchen besser zu machen?“ – egal woran man glaubt oder eben nicht. Paßt gut zum Jahresende und dem nahmen neuen Jahr – und der Stimmung tut’s auch noch gut.

To Do UND Not To Do

Bei aller Fokussierung: zu tun gibt es trotzdem noch genug. Und so ist die Lösung nicht sich zwischen TO DO und NOT TO DO zu entscheiden – sondern beides bewußt zu tun. Nämlich mit zwei Listen. Für die Erste lasse ich mich von der 100% CHRISTMAS-Karte inspirieren:

To Do-Liste
Take it easy.
Relax.
Eat, drink and be merry.
Smile.
Make a holiday playlist with my favorites. Don’t forget Michal Bublé’s Feliz Navidad!

Not To Do-Liste
Diät halten.
Mich über Dinge ärgern, die ich nicht ändern kann (das Wetter, Onkel Fritz’s Witze, …).
Ein schlechtes Gewissen haben – warum auch immer.
Alles erledigen, was den Rest des Jahres liegen geblieben ist.

So können die Feiertage getrost kommen!

#ZufriedenerLeben   #GelassendurchdieVorweihnachtszeit   #NotToDoListe

 

3 Kommentare zu „Gelassen durch die Vorweihnachtszeit – Der ultimative Tipp N° 3: To Do or Not To Do?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s