Das Fest der To-do-Listen

Weihnachten ist das Fest der Liebe, der Besinnlichkeit, der Kinder, der Familie, der Geschenke – und der To-do-Listen.

Schon im Advent fange ich eine Liste an – ach, was heißt da eine: viele! Geschenke-Liste, Plätzchen-Liste, Weihnachtskarten-Liste, Deko-Liste und natürlich eine große To-do-Liste voller Erledigungen und ganz-wichtiger-auf-keinen-Fall-vergessen-Aufgaben. Am besten in A3.

Auch wenn ich zugegebenermaßen ein großer Listen-Fan bin (Hattu Kopf wie Sieb, muttu aufschreiben…), das wird mir dann doch zu viel. Weil auf-die-Liste-schreiben eben nicht reicht sondern die Dinge dann auch getan werden wollen. Und dann ist Weihnachten eher das Fest es Erledigens – eben gerade nicht im Sinne des „Erfinders“.

Und dann kommt da noch eine Liste per Post – Hilfe!

Dabei hatte ich mir doch in diesem Jahr von allem etwas weniger vorgenommen: weniger Plätzchen, weniger Aufwand bei den Weihnachtskarten, weniger aufwändiges Weihnachtsessen, weniger Geschenke, weniger To-Dos und vor allem weniger Stress.

Und, was ist daraus geworden? Ich muß sagen: endlich mal ein Vorsatz, der nicht übel geklappt hat. Und das sogar bevor das neue Jahr gestartet ist #somagichdas.
Weniger Plätzchen? Vielleicht nicht unbedingt, aber weniger komplizierte und zeitaufwändige. Die schmecken genauso lecker. Und erst mal mit wenig anfangen und wenn dann noch Zeit und Lust ist mehr machen.
Weniger Aufwand bei den Weihnachtskarten: kein extra-spezielles-Weihnachts-Bild – die Kinder hatten sowieso keine Lust, nicht alle 3000 Designs durchsucht, … Wunderbar gelungen.
Das Weihnachtsessen: kein Kochen am Weihnachtsabend, gemütlich am 23. vorbereiten und dann schön decken und schlemmen. Perfekt.
Weniger Geschenke: nicht wirklich, aber auch kein Stress weil mir sind einfach mehr untergekommen. Also auch gut.
Weniger To-dos: Absolut. Kurz vor den Feiertagen haben wir noch gemeinsam überlegt:
Welche 5 „Dinge“ sind mir wirklich wichtig?
Auf welche 5 „Dinge“ kann ich gut verzichten?
Wir haben uns rechtzeitig vorher schon geeinigt, z.B. wann und in welche Kirche wir gehen, wie wir es mit dem Fernsehen handhaben und wann wir den Christbaum aufstellen und schmücken. So gibt es weniger enttäuschte Erwartungen und manche „Dinge“ schaffen es gar nicht erst auf die Liste weil sie keinem wichtig waren.
Bleibt noch die Frage bei allen das-solle-ich-auch-noch-machen-Anflügen: wie wichtig ist das wirklich für schöne Weihnachten? Mit der Erkenntnis: ein bißchen Deko reicht für eine wohlige Weihnachtsstimmung, Plätzchen und Schokolade reichen als Dessert vollkommen und die Kisten und Stapel unter der Kellertreppe sieht am im Kerzenlicht sowieso nicht.
Zu guter Letzt: Dank ausgeklügelter Planung (ganz ohne Liste geht es nicht) hatte ich dieses Jahr zum ersten Mal seit Jahren einen ganz entspannten 23.-Dezember-Abend mit Glühwein und einem stimmungsvollen Film. Die Geschenke habe ich nämlich schon am 21. und 22. eingepackt. Teilweise sogar im Laden einpacken lassen, obwohl dann die Geschenkpapiere nicht zusammenpassen #Perfektionismusistüberschätzt.

Bleibt also noch die „Zusatzliste“. Kaum zu glauben: 14 von 16 – ein fabelhaftes Ergebnis. Der Schneemann kommt noch wenn Frau Holle uns bedenkt und Schlittschuhlaufen wird überschätzt – habe ich beschlossen.

Außerdem ist Grün die Farbe von Entspannung und Zufriedenheit. Darum geht es zum Jahresende doch insbesondere. Und so laden wir einfach mehr Familie & Freunde ein (essen die Plätzchen, die da sind, und mit-Liebe-gekaufte Leckereien) und sind ganz einfach glücklich.

#Wenigeristwirklichmehr   #Perfektionismusadé #ZufriedenerLeben

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